Exmouth WA 20. November
Nun wir sagen also Broome auf Wiedersehen und machen uns auf den Weg in Richtung Süden.
Unterwegs wird uns wieder vor Augen geführt, dass in Australien alles ein bisschen grösser und länger ist.
Man muss sich mal die Situation vorstellen, dass man dringend auf die
Toilette muss und vor einer Bahnschranke, die genau in diesem Moment auf Rot zeigt, zum Anhalten gezwungen wird. Und in Australien sind dann das locker über 250 Güterwagen, die in einem
Schneckentempo an einem vorbei ziehen. Nun wir haben es knapp überstanden!
Und wo ist das Meer?
So widmen wir uns halt den kleinen Sachen! Schlamm-
hüpfer
Im Millstream Chichester Nationalpark …
… testen wir unsere Temperaturfestigkeit. Das Thermometer zeigt 43 Grad an. Aber es ist eine trockene Wärme, die lässt sich besser aushalten und es gibt auch hier wunderbare Badepools.
Leider hat ein heftiges Buschfeuer im September 2012 viel Vegetation zerstört, so dass einige Teile des Parks zur Regeneration geschlossen sind. Mit dem Abbrennen der Bäume und Pflanzen an den Uferböschungen beginnt leider auch die Erosion. So braucht es viel Zeit bis alles wieder so ist wie vorher. Die Australier müssen ja mit den Buschbränden leben, die meistens aus einem Blitzeinschlag entstehen. Oft sind sie aber auch absichtlich und kontrolliert gelegt, damit es dann an dieser Stelle keine unvorhergesehenen Brände gibt. Das haben seit jeher die Aborigenes auch praktiziert.
Zurück am Meer, genauer gesagt bei Exmouth, richten wir uns für ein paar Tage im Cape Range Nationalpark ein. Wir campieren da ohne Strom und Wasser, dafür direkt am Meer mit Sonnenuntergang und viel Wind.
Hier tummeln sich viele Tiere und es warten wunderbare Sandstrände.
Black Footed Rockwallaby
Nest mit jungen Ospery
Leguan
Die Nationaltiere Australiens Emu und Känguru
Aber unsere Hauptbeschäftigung ist das schnorcheln hier. Vor der Campertüre haben wir das wunderbare Ningaloo Reef, Westaustraliens Antwort auf das Great Barrier Reef im Osten. Wir haben uns eine Unterwasserkamera gekauft und wollen versuchen die Schönheit unter der Wasseroberfläche fotografisch und filmisch einzufangen.
Nach den ersten Versuchen beginnt bei uns das Fieber und wir kommen uns vor wie auf Safari in Afrika. Was versteckt sich hinter dieser Koralle oder ist das ein Rochen, der da im Sand liegt?
Aus den paar Tagen im Nationalpark wurden 12 Tage im Park selber und sechs Tage in Exmouth, der Versorgungsstation, wo wir Wäsche waschen, einkaufen und unser Wasser im Camper wieder auffüllen konnten. Und wir brauchten auf dem Campingplatz beim Duschen mal nicht mit Wasser zu sparen. Unsere Solaranlage hat übrigens prima funktioniert. Wenn es nach ihr gegangen wäre würden wir immer noch im Cape Range Nationalpark stehen.
Aber unsere Zeit hier geht fürs erste wieder zu Ende (in der Schweiz warten zwei Geburtstagsfeste!) und wir müssen noch bis nach Perth um unseren Camper und das Auto wieder einzulagern.
Also bis zum nächsten Mal, ab Januar geht’s wieder los. Bye bye!
Hier noch unser Zückerchen, Hei Ihr Hai!!!!!
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