Im Zig-Zag nach Norden
Unser Ankunfts- und Abflug Flughafen ist auf dieser Reise Brisbane. Also irgendwann müssen wir den U-Turn einleiten. Gedacht war das ursprünglich so um Canberra rum. Aber durch unser Langsam-Reisen (sprich, einfach ein paar Tage am gleichen Ort bleiben wo es schön ist) sind wir gar nie in diese Gegend gekommen. Also war der südlichste Punkt Newcastle.
Wir mussten nicht lange überlegen wo es nun hin ging, da von hier aus das Hunter Valley nicht weit war. Und für denjenigen, für den das kein Begriff ist, sagen wir nur "leckere Weingegend".
Die Landschaft ist lieblich, grün, voller Reben, mit vielen, oft architektonisch interessanten, Weingütern.
Stellvertretend ist hier das Weingut Pepper Tree erwähnt mit feinen Weinen und einem orginellen Restaurant ....
... und ebenso kulinarisch feinem Essen.
Mit 32 Flaschen Wein (für Notfälle!) im Gepäck resp. im Caravan waren wir gut für die Weiterreise gerüstet.
Und die führte uns wieder in einen Nationalpark, den Barrington Tops N.P. Der Campingplatz liegt auf etwa 300 müM inmitten von Wald und Natur.
Mit dem Auto fährt man auf das ca. 1500 müM liegende Plateau, wo man Aussicht, Wasserfälle und "antarktische Buchen" bestaunen kann. Diese Bäume haben ihren Ursprung auf dem Superkontinent Gondwana (Südamerika, Afrika, Antarctica, Arabien und Australien waren zusammen) und auch dort noch heute ihre Verwandten.
Gesellschaft hatten wir jeden Tag von diesen süssen, hüpfenden Prachtstaffelschwanz (so ein blöder Name).
Oder diesem Graurücken-Leierschwanz (noch so ein blöder Name).
Wir hatten nach dem Genuss dieses schönen Parks leider ganz andere Gedanken. Es gab an unserem Caravan etwas zu reparieren. Wir mussten und wollten das erledigen. Und das ging am besten in der Fabrik von Kimberley in Ballina. Also 450 Kilometer gegen Norden, war der neue Plan.
Auf unserem Rundgang durch die Stadt (während die Reparatur lief) entdeckten wir eine ruhige, hübsche und saubere Stadt mit allem was man zum Leben braucht (sogar einen guten Friseur!) Inseider erzählten uns mit zwinkernden Augen, dass Ballina auch als "God's waiting room" (Gott's Wartesaal!) bezeichnet wird, weil sich hier so viele Senioren nieder lassen.
Die Strände der Stadt sind fantastisch (wenn man nicht seine Schwimmlängen absolvieren möchte, da es mehr oder weniger nur Wellen hat). Und es gibt so viele Strände, dass man sogar am Sonntag praktisch alleine ist.
Aber der eigentliche Grund warum wir schlussendlich eine Woche in Ballina waren ...
... waren dieses Mal nicht die surfenden Australier, sondern die surfenden Meeressäuger. Die Delfine.
Jeden Morgen kam sicher eine Gruppe mit geschätzten 50 Tieren vorbei und tummelte sich im Wasser. Sie schwammen mit den Wellen und wenn ihnen danach war, sind sie in den Wellen gesurft und oftmals haben sie sich mit einem Sprung aus der Welle katapultiert. Es war unglaublich zum Beobachten und mit etwas Geduld (was wir in dieser Situation spielend aufbringen konnten) haben wir dieses Schauspiel jeden Tag genossen.
So wurde aus unserem ungeplanten Aufenthalt in Ballina ein "happy" Aufenthalt, an einemOrt, wo wir wahrscheinlich gar nie hingefahren wären. So kann es gehen, wenn man flexibel ist für Plan B.
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