Albany nach Esperance

Erstmal verbrachten wir also etwas Zeit in Albany. Immer mit dem Hintergedanken, dass sich demnächst vielleicht doch etwas an der Lage der geschlossenen Nationalparks ändert. Aber wir sollten doch noch länger warten müssen.

Nun, Albany, eine ehemalige Hochburg für Walfang ist nicht der schlechteste Ort sich zu verweilen. Es gibt eine schöne Park- und Hafenanlage, wunderbare Strände mit weissem Quitschi-Sand, …


… und eben das hochinteressante Walmuseum in einer ehemaligen Walverarbeitungsstation.


Bis 1978 wurden hier Wale zerlegt und da wir direkt am Ort des Geschehens waren, konnten wir uns nur zu gut vorstellen, wie hier alles blutverschmiert war und es fürchterlich gestunken haben muss.

Nach 5 Tagen des Verweilens in Albany und da sich die Lage bei den brennenden Bäumen nicht sonderlich verändert hat, zogen wir halt weiter in Richtung Osten. Notfalls konnten wir später immer nochmals zurück.

So war unser nächster Halt der Fitzgerald River Nationalpark. Er ist nicht so spektakulär wie andere und wird deshalb von Australien Touristen nicht oft besucht. Aber dafür treffen wir hier Australier, die den Hotspots ausweichen und es gemütlich haben wollen. Wir ergattern uns einen wunderschönen privaten Campplatz in den Büschen. Wir konnten sogar versteckt in den Büschen duschen und hatten unser privates Fernsehprogramm:


Die Attraktion bei diesem Park sind die Blumenpracht im September, die Sichtung der Wale im Oktober, eindrückliche Wellen zum Surfen, das Fischen und der wunderschöne einsame und wilde Strand. Leider konnten wir nur das Letzte erforschen. (Hansruedi ist aber schon langsam am überlegen, ob er Punkt 4 in Angriff nehmen soll. Und für mich hat er Punkt 3 reserviert.)


Nach drei Tagen ging es weiter in den Stokes Nationalpark. Auch hier die gleiche Erkenntnis: toller Campingspot, praktisch nur Australier und Fischen als Hauptbeschäftigung. Trotzdem hielten wir es auch hier drei Tage problemlos aus.


Das TV Programm war hier leider ab 19.00 Uhr ganz mies, so dass wir unsere Fertigkeiten im Jassen weiter vertiefen konnten.  Ohne Worte!


In Esperance, die südöstlichste Stadt in Westaustralien, hiess es dann wieder all unsere Vorräte auffüllen, Batterien laden und Wasser fassen für die nächsten Tage im Cape Le Grand Nationalpark. Morgens um 7.00 Uhr mussten wir bereits von Esperance los, damit wir noch einen Campingplatz bekommen würden, so beliebt ist dieser Spot. Und wirklich konnten wir direkt an der malerischen Lucky Bay campieren. Wir waren sehr „lucky“.


.. und plantschen in der türkisblauen Lucky Bay

Auch als "Birdie" kommt man auf seine Kosten.

Wir machen den Weg von hier nochmals zurück nach Albany, da wo das grosse Buschfeuer war. Wir sind gespannt, was wir dort antreffen. Einen kleinen Vorgeschmack hatten wir bereits hier in der Nähe nach einem kleineren Buschbrand in einem Naturpark. Sieht nicht schön aus, wenn alles verbrannt ist. Aber der Hoffnungsschimmer für neues Leben ist auch schnell zu erkennen.