Der Murray River

Teil 1 und 2

Der Murray River hat eine Länge von 2'400 Kilometer und erstreckt sich von den Snowy Mountain in Victoria bis nach Südaustralien. Er bildet auf weite Strecken die natürliche Grenze zwischen Victoria und New South Wales. 

Schon früh wurde der Fluss als Lebensgrundlage entdeckt, aber auch als fahrbare Wasserstrasse.

 

Mildura, einer der wichtigsten Städte am Fluss, wäre ohne flächendeckendes  Bewässerungssystem nicht zu solcher Grösse gewachsen.

Die kanadischen Chaffey Brüder errichteten ein Bewässerungssystem für die nahen Felder und regulierten den Flusslauf mit Schleusen. So wächst am Murray River so einiges an Früchten und Gemüse und liegt doch eigentlich irgendwo im trockenen Buschland.

Tafeltrauben

Weinproduktion

Früchte

Gemüse

Oliven

Orangen

Erdbeeren

und noch vieles mehr.

Und da fehlen die feinen Restaurants am Fluss natürlich auch nicht.

In Swan Hill wurde eine Kleinstadt mit alten Gebäuden wieder aufgebaut, wo man vom Sattler über den Hufschmied bis zum Friseur einen Einblick in diese Pionierzeit bekommt

Eine witzige Entdeckung ist das Kaiserpanorama. Hier konnten bis zu 25 Personen vor einer Holzwand verschiedene Bilder (in 3D!) anschauen. Die Bilder haben sich dann im Minutentackt gedreht. Das revolutionäre erste Kino damals.

Ferne und exotische Reiseziele waren zu sehen, unter anderen ....

Eine tolle Lasershow zeigt in Feuer, Farbe und Wasser die Geschichte um den Murray River von der Eiszeit, den Aborigenes bis zum Einmarsch der Siedler.

Auf der Fahrt, immer dem Flusslauf nach hinauf, passieren wir ein Fliegermuseum, wo ein orginal Wasserflugzeug ausgestellt ist. Es ist die legendäre Catalina, gebaut in USA mit Einsätzen im 2. Weltkrieg. Die Australier mussten sich damals gegen die Japaner verteidigen. Hier am Lake Boga war eine Reparaturwerkstatt für Wasserflieger, möglichst weit weg vom Norden.

Unsere nächste Station am Fluss ist die geschäftige Stadt Echuca Ebenfalls wieder mit der nostalgischen Geschichte der Schaufelraddampfer. Hier machen wir auch eine gemütliche Dampferfahrt.

Oben im Bild sieht man im Hintergrund die moderne Version der Hausboote, die in den Ferien sehr beliebt sind zu mieten.

 

Wo keine Besiedlung ist am Fluss gibt es eine artenreiche Vogelwelt, die wir, ebenfalls auf einer Bootstour, erkunden wollen. Es gilt dem Eisvogel nach zu spüren.

Keine Eisvögel!

Auch hier keine Eisvögel!

Ja und das ist ja auch keiner!

Und definitiv ist das auch kein Eisvogel!

Das Geheimniss: Am Wochenende ist der Fluss überlagert mit Fischern, praktisch nur männlichen Fischern, die das Wochenende mit ihren Kollegen hier verbringen. 

Bei soviel Bootsverkehr auf dem Fluss fliegen alle Vögel aus. Okay zuletzt haben wir dann doch noch einen gesehen.

Und mein eigenes Weingut habe ich auch noch entdeckt.

 

 

 

Der Wein ist ganz okay ;)

Vom Murray River geht unser Weg wieder langsam zurück in Richtung Brisbane. Es bleiben noch drei Wochen im Caravan bis zur grossen Verabschiedung. Das geniessen wir noch ausgiebig.