Gegen Westen .... Etappe 2
Laut Strassenschild haben wir also schon (fast) die Hälfte. Wir durchfahren weite Gebiete mit Weizenfeldern links und rechts der Strasse.
Schon von Weitem sieht man die grossen Silos, in denen der Weizen bis zum Abtransport gelagert wird.
Übrigens, die schönen Blumen am Wegesrand sind alles Wildblumen.
Und wer sich kreativ betätigen will, hat hier eine riesige Arbeitsfläche.
Wir fahren durch das Granitcountry, wo die "Granithügel" aus der sonst flachen Landschaft spriessen.
Spannend wird es immer mal wieder, wenn ein Begleitfahrzeug einen Schwertransporter auf der Strasse ankündigt.
Dann gibt's nur eins: links ran fahren und staunen.
Ab der Kleinstadt Ceduna in Südaustralien gibt es auf 1'400 Kilometer nur noch Roadhouses, die die Versorgung der Reisenden auf der Nullarbor (Ableitung vom Aborigenes Name für "ohne Bäume") gewährleisten.
Wer jetzt aber denkt, dass die 1'400 km total langweilig und oede sind, der irrt. Zum Beispiel kann man sich hier auf dem längsten Golfplatz der Welt (auf 1'365 km) tummeln. Oder man ist zur rechten Zeit hier, wenn die Südlichen Glattwale nahe vor der Küste ein Stelldichein geben. Leider konnten wir nur noch die spannenden Felsen geniessen und nur ganz weit weg per Fernglas sechs Wale beobachten. Die Saison ist im Oktober fast vorbei.
Ausserdem kann man sich spektakuläre Campingplätze aussuchen, wo man die Nacht bei Meeresrauschen und Windgetöse verbringen kann. Der Morgen kann dann so aussehen:
Morgens um 5.00 Uhr und eine halbe Stunde später beim Kaffee gegen das Meer hinaus.
An der Grenze zu Westaustralien werden Auto und Caravan genau geprüft. Früchte, Gemüse, Kartoffeln, Nüsse und Honig sind strengstens Verboten mitzunehmen. Also vorher alles aufessen!
Und schon sind wir nach der Grenze 2,5 Stunden jünger (Zeitdifferenz) und befahren Australiens längste gerade Strasse, nämlich 146,6 km nur gerade aus ohne Kurve, so dass wir danach schon wieder gleich alt aussehen.
Nach 1'400 km erreichen wir Esperance am Meer in Westaustralien. Eine Kleinstadt, die diesen Namen auch verdient. Es gibt hier alles was das Herz begehrt und die Stadtverwaltung hat in den letzten Jahren viel Geld in die Neugestaltung der Uferpromenade investiert.
Und auch die Küste ist umwerfend.
Und etwas Neues haben wir in Esperance auch entdeckt. Hier muss der Fussgänger dem Auto den Vortritt lassen!
Wo gibt's denn sowas?
In Australien eben, und der Verkehr fliesst!
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