Um mit Sack und Pack, sprich Auto und Caravan, nach Tasmanien zu gelangen muss man die Fähre nehmen. Die Spirit of Tasmania befördert bis 1'400 Passagiere und 500 Standartfahrzeuge.
Die Fahrzeuge verschwinden im grossen Bauch des Schiffes ....
.... und die Passagiere können sich in verschiedenen Restaurants oder mit Kino die Zeit vertreiben. Da wir eine Abendüberfahrt hatten, haben wir uns eine Kabine gebucht, wo man die Fahrt von 11 Stunden auch schlafend verbringen kann. Bei den Wellen, war das gar keine so schlechte Idee!
Unser erster Halt galt dem Tamar Valley, wo wir so nichtsahnend, gemütlich durch die Gegend fuhren und plötzlich ..... in Grindelwald waren!
Sogar noch richtig geschrieben!
Na ja, kitschiger geht es wohl nicht. Und das schlimmste ist, das Dorf wurde nicht mal von einem Schweizer gegründet. Sondern von einem Holländer, der so gerne in die Schweiz in die Ferien ging. Sachen gibt's.
Sonst ist das Tamar Valley für seine Weine bekannt, viel Weisswein und Pinot Noir.
Hier gibt es auch eine Seepferdchen-Zucht, die man besichtigen kann. Wer wusste denn, dass bei den Seepferdchen die Männchen die Jungen gebären und zwar über 200 Stück aufs Mal.
Tasmanien ist natürlich voll von Seefahrergeschichten und Entdecker. Es gibt viele Schiffe, Leuchttürme und Museen.
Und dann kommt wieder unsere Lieblingsbeschäftigung: das Campieren in der Natur. Unsere erste Anlaufstelle, der Mt. William Nationalpark.
Mit nächtlichen Besuchern, den niedlichen aber frechen Possums.
Der Park ist anschliessend an die Bay of Fires und weisst ebenfalls die schönen weissen Sandstränden auf, die bespickt sind mit den mit roten Flechten überzogenen Granitfelsen.
Ein weitere Nationalpark auf unserer Reise Richtung Süden ist der Maria-Island-Nationalpark. Eine Insel, die erst als Sträflingskolonie herhalten musste, was aber bereits nach 7 Jahre abgebrochen wurde. Dann gab es ein paar Besiedlungsversuche, aber alles mit mässigem Erfolg. Die Regierung kaufte daraufhin alles auf und gründete den Nationalpark. Ein paar Gebäude zeugen noch von der Geschichte.
Die Insel ist heute ein Paradies für Tiere und Pflanzen. Aber es gibt auch eine Felswand mit vielen versteinerten Muscheln und Fossilien ...
.... und farbige Felsen, die Painted Cliffs.
Und dann war es auch schon Zeit ganz nach Süden, nach Port Arthur, zu fahren, denn hier wartete unser gebuchte Wandertour auf uns. Vier Tage Wandern der Küste entlang. Aber dazu mehr in ein paar Tagen - wir sind noch in der Erholungsphase!!!
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