Wir sind jetzt im 4. Jahr, seit wir im Schweizerwinter in Australien mit unserem Kimberley unterwegs sind. Und noch nie ist es uns in den Sinn gekommen ein Hotel, Cabin oder sonst eine Unterkunft zu buchen. Hier kommt die einzige Ausnahme.
Schon immer ist uns beim studieren der Sehenswürdigkeiten von Tasmanien diese Lodge aufgefallen.
Sie liegt auf 800müM, was kalte Nächte verspricht und dementsprechend sind alle Häuschen mit einem Cheminee ausgestattet. Ein gutes Restaurant gehört dazu, sowie der mit dunklem Holz und schweren Möbeln ausgestattete Aufenthaltsraum mit Riesenkamin.
Aber wir sind ja nicht nur hier um unsere Füsse hoch zu lagern, sondern auch um den bekannten Berg Cradle Mountain zu sehen und hier auch zu wandern.
Mit dem Auto (zu Stosszeiten kann man nur den Bus nehmen) geht es in 15 Minuten auf kurviger Strasse zum Dove Lake. Ahhhhh!
(Es ist der rechte Berg mit den vielen Zacken.)
Unsere Wanderung führt uns rechts um den See, hoch zum Wombat Pool ...
... auf den 1'223 m hohen Marions Lookout ...
... dann alles der Flanke entlang nach links ...
... und über ein stetes Auf und Nieder zurück an den See. Wobei die Abstiege oftmals ihre Tücken hatten.
11.4 km Länge,
4.5 Stunden
blauer Himmel
Sonne pur
Das schöne Wetter ist übrigens nicht selbstverständlich, es soll hier 300 Tage im Jahr regnen!
Nach dieser Tagestour gehen wir es ruhiger an und erkunden den Regenwald um die Lodge. Der stete Regen ist hier Nährboden für allerlei Moose, Farne und Flechten. Es sieht aus wie im Zauberwald.
Ein paar Farbtupfer
Und hier sehen wir auch unseren ersten Wombat. Mit 20 bis 40 kg schon ein rechter Brummer. Aber völlig harmlos und richtig putzig.
Der Wombat ist eigentlich nachtaktiv. Aber wo er an Menschen gewöhnt ist, sieht man ihn schon auch am Tag.
Schwieriger ist es schon beim fast berühmtesten Tier von Tasmanien, dem Tasmanischen Teufel. Ebenfalls nachtaktiv und sehr scheu sieht man sie am Tag nicht. Wir hatten das Glück bei der Lodge einen zu sehen, der seinen Bau unter dem Restaurant hat.
Die Tasmanischen Teufel sind leider sehr gefährdet, weil eine unheilbare Krankheit die Tiere bedroht. Man hat noch kein Gegenmittel dafür gefunden, es sei eine Art von Krebs. Die Bilder sind in einer Aufzuchtstation entstanden, die das Ziel hat, die erwachsenen Tiere wieder aus zu wildern.
Spotted-Tail Quoll oder Riesenbeutel Marder
Wir sagen hier Tasmanien bye bye, leider geht unsere Fähre zurück nach Melbourne in ein paar Tagen. Aber wir sagen auch "Auf Wiedersehen", denn die zwei Monate hier waren einfach zu kurz um alles zu sehen. Es gebe da noch ein paar Berge, mehrtägige Kanutrips, und und und.
Wir kommen sicher wieder.
Betreffend Wetter können wir ja gar nichts jammern, man muss sich nur all die Fotos mit blauem Himmel anschauen. Wir haben im Vorfeld gedacht es regnet mehr hier. Aber, dass es auch in der Nacht bis 5 Grad kalt werden kann, hätten wir nicht gedacht. Trotzdem, eine sehr angenehme Destination - einfach nur in den Australischen Sommermonaten!!!
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