Three Capes Track

Wir haben also ohne uns viele Gedanken zu machen auf eine gebuchte 4-tägige Wandertour eingelassen. 4 Tage - 46 Kilometer

Alle Mahlzeiten mussten mitgeführt werden, sprich im Rucksack von uns getragen. Dazu kommen Kleidung, Schlafsack, Regenausrüstung, Essgeschirr, das notwendigste an Pflegemittel und (wichtig für uns) die Fotoausrüstung.

Von der historischen Stätte in Port Arthur ging es los. Erst per Boot zur Denmans Cove und dann auf zu den drei Kaps.

Tag 1: Wetter sonnig und warm, 1.5 Stunden Bootstour, 4 km wandern zur Surveyors Hütte.

Die Hütten sind in sehr ansprechender moderner Holz Architektur gebaut und haben tolle Aussichten aufs Meer. Es gibt (leider) nur Massenschlag! 4er, 6er und 8er Zimmer. Und wohin hat es Hansruedi und mich getroffen? Natürlich in den 8er Schlag. Ich sage nur: ohne Ohropax ging gar nichts!!!!!!!!

Tag 2: Wetter wolkig aber kein Regen, Temperatur etwa 17 Grad, 11 km zur Munro Hütte.

Die ersten Steilküsten zeigen sich.

Hier mal so eine komfortable Hütte von innen. Die Küche.

Der Ess- und Aufenthaltsraum. Der Schlafsaal war wie obligat mit Kajütenbetten.

Tag 3: Wetter Sonne und Wolken, zügiger Wind aber wunderbare Aussichten, 17 km zur Retakunna Hütte.

Tasman Island

Blick zum Cape Pillar

Tag 4: Wetter sonnig mit Wolken, 14 Kilometer, auf zum Cape Hauy und gefühlte 1'000 Tritte runter zur Fortescue Bay.

Und dann war es doch geschafft, jeep!

Fazit: eine tolle Wanderung, wir hatten Glück, dass das Wetter mitgemacht hat, Gepäck ist eindeutig mühsam zu tragen (oder hatten wir wohl zu viel dabei?) und Massenschlag muss wirklich nicht sein. Wir sind schon Menschenfreunde, aber nicht grad soooo nahe!

Zur Regeneration (Muskelkater in den Wädlis) bleiben wir noch ein paar Tage in Port Arthur.

Die Küste rund um die Tasman Halbinsel ist zerklüftet und voller Einschnitte und Höhlen. Und es gibt hier wie schon erwähnt eine historische Stätte, die die erste Besiedlung der Engländer in Australien zeigt. Nämlich in der Anlage einer Strafanstalt, die 1830 erbaut wurde.

In der "gemütlichen" engen und vor allem fensterlosen Zelle starben die Gefangenen oft an Lungenkrankheiten (es sieht schon sehr feucht aus) oder bei Arbeitsunfällen.

Nochmals zurück zum Three Caps Track: ab hier gibt es nur noch Tageswanderungen und definitiv keinen Massenschlag mehr!