Great Central Road
Kalgoorlie, die 1893 gegründete Goldgräberstadt ist 600 km östlich von Perth gelegen. Noch heute ist hier eine der grössten Goldminen in Betrieb, der Super Pit.
Die noch aus dieser Zeit existierenden Hotels und Bars sind Zeugen einer Hochblüte des Goldrausches. Anstelle von Kamelen parken jetzt halt Autos vor den Pups.
Für uns ist Kalgoorlie vor allem eine Versorgungsstadt, wo man alles bekommt, was man zum Reisen braucht.
Und hier beginnt die Great Central Road, die längste Abkürzung gegen Osten. Mitten durchs Outback.
Tag 1: 350 km auf Teerstrasse bis Laverton, ebenfalls eine alte Goldgräberstadt, die ihre Glanzzeit aber eindeutig eingebüsst hat und sich das Dorfleben der etwa 400 Einwohner um die Tankstelle mit Shop und das Pup dreht. Der Dieselpreis 1.80 AUD.
Der Caravanplatz ist für so einen Ort sehr gut ausgestattet.
Ab hier heisst es Luft aus den Reifen lassen.
Tag 2: 300 km auf Naturstrasse, zum Teil Wellblechpiste. Aber am Ende ein toller Campspot, ganz alleine, mit einem atemberaubenden Sternenhimmel.
Tag 3: 350 km auf Naturstrasse (zum Teil wie auf Wolken) und etwa 60 km auf Teer.
Das erste Roadhouse Tjukayirla, mit Benzin und einem doch ansprechenden Kaffee, verkauft den Diesel für 2.10 Dollar. Das zweite Roadhouse in Warburton dann schon für 2.35 Dollar.
Kunst am Strassenrand. Es sollen etwa 37 verlassene Schrottautos am Wegesrand liegen oder stehen. Kunst? Oder einfach Ersatzteillager für weitere Pannen?
Tag 4: 400 km auf einer Rüttelpiste, die einem alle Muskeln lockert. Hoffentlich aber nicht alle Schrauben vom Auto und Caravan.
Beim Roadhouse Nummer drei, Warakurna, sind wir bei 2.40 Dollar für einen Liter Diesel.
Gut machen wir gratis Buschcamping und geniessen mit einer Cola (da man "eigentlich" kein Alkohol mitführen darf = Aborigenes Land) den Sonnenuntergang.
Tag 5: 40 km auf Naturstrasse und die Zivilisation hat uns wieder.Wir sind jetzt im Northern Territory und direkt vor der Haustüre des Ayers Rock. Alles ist gut gegangen, unsere Fahrzeuge und auch wir haben die Tortur überstanden, so dass jetzt einem gemütlichen Abstecher zum Höhepunkt jeder Australienreise nichts mehr im Weg steht. Aber ohalätz! Wir haben die Rechnung ohne die Schulferienzeit der Australier gemacht. Alles für 10 Tage ausgebucht. Toll!
So heisst es weiter fahren bis zum nächsten Highlight. Hoffentlich ist es da gemütlicher.
Übrigens unterwegs getroffen: die einsamste Ampel der Welt.
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